Pressemitteilungen 2023

Crisis Talk in Brüssel

Am 24.01.2023 fand in der Hessischen Landesvertretung in Brüssel eine Podiumsdiskussion zum Thema "Die Ausbreitung Antibiotika-resistenter Keime als globale Krise" statt, zu der Prof. Ulrich Schaible, Zentrumsdirektor des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum Sprecher des Leibniz-Forschungsverbunds (LFV) INFECTIONS, eingeladen war. Die Veranstaltung wurde per Livestream übertragen und ist im Nachgang nun für alle interessierten Zuschauer:innen frei zugänglich.

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Zielsicherer Test für Antibiotika-Resistenzen in klinischen Enterobacter-Arten

Bakterien der Gattung Enterobacter gehören weltweit zu den gefährlichsten Krankenhauskeimen. Einige ihrer Vertreter sind in hohem Maße resistent gegen die gebräuchlichen Antibiotika, sodass immer häufiger das Reserve-Antibiotikum Colistin als letzte Therapiemöglichkeit zum Einsatz kommt. Um nicht unnötig auf Colistin zurückzugreifen und damit zunehmende Resistenzen zu riskieren, wird vor einer Behandlung auf Resistenz oder Empfindlichkeit der Bakterien gegenüber Colistin getestet. Doch die gebräuchlichen Tests sind bei Enterobacter nicht verlässlich. In einer umfassenden Studie mit breiter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) haben Wissenschaftler:innen nun herausgefunden, woran das liegt. Auf dieser Grundlage konnten sie für die Gattung Enterobacter einen einfachen, empfindlichen und aussagekräftigen Test entwickeln, der nun eine gezielte Antibiotika-Therapie für die verschiedenen Enterobacter-Arten ermöglicht.  

Pressemitteilung des Deutsches Zentrum für Infektionsforschung e.V. (DZIF) vom 23.01.2023

Die derzeit verwendeten mikrobiologischen Tests auf Colistin-Resistenz und andere Antibiotika-Resistenzen ließen keine genauen Rückschlüsse hinsichtlich der Verbreitung von Resistenzen bei verschiedenen Enterobacter-Arten zu. Das lag zum einen daran, dass die taxonomische Einordnung der klinischen Enterobacter-Isolate ungenau war, zum anderen war die Fehlerquote bei der Bestimmung der Resistenzen hoch. Hier konnte die groß angelegte DZIF-Studie nun einen Durchbruch erzielen und sowohl die Verwandtschaftsbeziehungen der zahlreichen Enterobacter-Arten aufklären als auch die Resistenztestung optimieren. Dazu haben DZIF-Wissenschaftler:innen am Institut für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (Deep-iAMR-Projekt) und am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum gemeinsam drei Jahre lang Enterobacter-Isolate analysiert, die an deutschen Universitätskliniken gesammelt wurden.

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Zellkompartimente als Nischen zum Überleben von Infektionserregern im Körper

Hamburg. Die vielfältigen Strategien von Infektionserregern, im Wirt zu überleben und sich zu vermehren, und wie wir diese raffinierten Strategien nutzen könnten, um die Erreger besser zu bekämpfen, stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Symposiums „Compartments in Infection“ des Leibniz Center Infection (LCI). Am 26. und 27. Januar 2023 werden internationale Forscherinnen und Forscher am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin zusammenkommen und hierzu diskutieren.

Pressemitteilung des Leibniz Center Infection vom 20.01.2023

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Prävention von Tuberkulose: Diagnostische Tests auf dem Prüfstand

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum, hat etablierte Diagnoseverfahren verglichen, die das zukünftige Auftreten einer Tuberkulose voraussagen. Die Ergebnisse wurden nun in der Zeitschrift EClinicalMedicine veröffentlicht.

Der Tuberkulin-Hauttest (THT) und der Interferon-Gamma-Release-Assay (IGRA) sind beides Tests zur Vorhersage des künftigen Tuberkuloserisikos in Risikogruppen. Sie funktionieren jedoch auf leicht unterschiedliche Weise.

Beim THT wird eine kleine Menge einer Substanz namens Tuberkulin in die Haut am Unterarm injiziert. Wenn eine Person mit den Tuberkulosebakterien Kontakt hatte, reagiert das Immunsystem auf das Tuberkulin und verursacht eine harte, erhabene Stelle (Induration) an der Injektionsstelle. Die Größe der Verhärtung wird 48 bis 72 Stunden nach der Injektion gemessen, um die Wahrscheinlichkeit eines Kontaktes mit Tuberkulosebakterien zu bestimmen.

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Schon jetzt Rekordjahr: Früher Pollenflug durch milden Winter

Aufgrund der milden Temperaturen hat der Pollenflug in diesem Jahr bereits sehr früh begonnen, darüber berichtete der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Freitag in den Nachrichten aus Schleswig-Holstein. Das belegen die Daten der Pollenfalle am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum. Dr. Nestor Gonzalez Roldan, Leiter der Pollenmessstation am FZB, hat bereits im Januar eine hohe Anzahl an Pollenkörnern feststellen können.


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Schleswig-Holstein aktuell: Nachrichten im Überblick

Schon jetzt Rekordjahr: Früher Pollenflug durch milden Winter | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein

Erscheinungsdatum: 13.01.2023


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Dr. Nestor Gonzalez Roldan
Dr. Nestor Gonzalez Roldan