Pressemitteilungen 2016

Herzlichen Glückwunsch: Borsteler Nachwuchswissenschaftlerinnen auf dem Jahresempfang des Forschungszentrums ausgezeichnet!

Verleihung des besten Promotionspreises v.l.n.r.: Landrat Jan Peter Schröder, Dr. rer. nat. Jannike Dibbern und Dr. rer. nat. Julia Wernecke
Verleihung des besten Promotionspreises
v.l.n.r.: Landrat Jan Peter Schröder,
Dr. rer. nat. Jannike Dibbern und
Dr. rer. nat. Julia Wernecke

„Unsere Beschäftigten sind maßgeblich für den Erfolg des Zentrums verantwortlich und sollen für alle erkennbar im Mittelpunkt stehen und die Anerkennung erhalten, die ihnen gebührt“ mit diesen Worten begrüßte Prof. Dr. Stefan Ehlers, Zentrumsdirektor des Forschungszentrums Borstel, die zahlreichen Gäste und Mitarbeiter auf dem in diesem Jahr erstmalig stattfindenden Jahresempfang des Zentrums.

In seiner Rede gab Stefan Ehlers einen Überblick über die Höhepunkte und Erfolge des zurückliegenden Jahres: Dazu zählte neben der sehr guten bis exzellenten Begutachtung durch den Wissenschaftlichen Beirat ebenfalls die quantitativ und qualitativ beste Publikationsleistung seit der Gründung des Forschungszentrums. Aufgrund dieser Leistungen und zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Schleswig Holsteins wird das Forschungszentrum bei den anstehenden  Erneuerungen der baulichen Infrastruktur unterstützt und der Bereich Wissenschaft und Forschung Teil des Landesentwicklungsplanes, so Rolf Fischer, Kurator und Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, in seiner Ansprache. Dass das Forschungszentrum jedoch nicht nur von aus wissenschaftlicher Sicht von großer Bedeutung ist, sondern auch der größte Arbeitgeber Sülfelds und des gesamten Kreises Segeberg ist, hob der Bürgermeister Karl-Heinz Wegner in seinen Grußworten hervor.

Verleihung der besten Masterarbeiten v.l.n.r.: Prof. Dr. Otto Holst, Dr. Bianca Schneider (Vertretung für Anna-Belen Erazo), Arabella Karstedt
Verleihung der besten Masterarbeiten
v.l.n.r.: Prof. Dr. Otto Holst, Dr. Bianca Schneider
(Vertretung für Anna-Belen Erazo),
Arabella Karstedt

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der besten Doktor- und Masterarbeiten des Jahres 2016, die durch den Landrat Jan Peter Schröder und Prof. Otto Holst vom Verein für die Erforschung infektiologischer und allergologischer Prozesse Prozesse (VEIAP) vergeben wurde.

In diesem Jahr durften sich insgesamt vier Wissenschaftlerinnen über die Preise freuen:
Dr. rer. nat. Julia Wernecke von der Universität Hamburg (Doktorvater: Prof. Thomas Gutsmann / Forschungsgruppe Biophysik) und Dr. rer. nat. Jannike Dibbern von der Universität Lübeck (Doktormutter: Dr. Bianca Schneider, Forschungsgruppe Koinfektion) erhielten den Promotionspreises des Kreises Segeberg.  Arabella Karstedt (Forschungsgruppe Klinische und Molekulare Allergologie) und Anna-Belen Erazo (Forschungsgruppe Koinfektion) erhielten den Preis für die beste Masterarbeit des Vereins für die Erforschung infektiologischer und allergologischer Prozesse Prozesse.

Neben all der Freude wurden jedoch auch nachdenkliche Töne angestimmt. In seinen abschließenden Worten blickte Prof. Stefan Ehlers mit Sorge auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung, in der Strömungen und Personen Hochkonjunktur haben, die Vernunft und Wissenschaft und eine daraus abgeleitete Ethik ganz grundsätzlich in Frage stellen und betonte: „Nicht Vorurteile, Drohungen, Missgunst, Ängste oder Glaubensdogmen sind probate Mittel zur Lösung gesellschaftlicher Probleme, sondern Fakten-basierte Analyse und rationale Argumentation sind die einzigen Methoden, Fortschritte für alle zu erzielen und die Zukunft für die nächsten Generationen zu sichern.  Wenn diese aufklärerische Errungenschaft der Ethik der Vernunft preisgegeben wird, dann fürchte ich, ist bald kein Platz mehr für ein Forschungszentrum Borstel, denn wir sind betont weltoffen und international organisiert, wir haben uns der Gleichstellung und Diversität verschrieben und vor allem: wir funktionieren als Forschungseinrichtung deshalb so erfolgreich, weil wir  den wissenschaftlichen Diskurs leben.“