Press Releases 2023

Hoch hinaus trotz Asthma! Borsteler Wissenschaftler auf dem Weg in den Himalaya

Dr. Nestor González Roldán arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Allergobiochemie am Forschungszentrum Borstel und erforscht dort bioaktive Lipide und antigene Kohlenhydrate aus Allergenen, die für die Dynamik allergischer Atemwegsentzündungen relevant sind. Aber nicht nur beruflich dreht sich bei ihm vieles um Allergien und Asthma: 2011 wurde bei ihm eine Staubmilbenallergie festgestellt und im Jahr 2017 dann allergisches Asthma. Diese Diagnose war für Nestor ein Wendepunkt in seinem Leben. “Ich war eigentlich immer sehr sportlich und war schon seit ich denken kann in den Bergen unterwegs. Aber im Laufe der Jahre habe ich mein Hobby arbeitsbezogen immer weiter vernachlässigt, bin immer seltener in den Bergen gewesen und habe wenig Sport gemacht. Nachdem meine Mutter jedoch 2015 schwer erkrankte und ich kurz danach erfahren habe, dass ich Asthma habe, wusste ich: So geht es nicht weiter! Alles geht so schnell vorbei und ich möchte mich von der Krankheit nicht ausbremsen lassen.“

Seitdem ist Nestor González Roldán wieder aktiv und hat bereits einige hohe Gipfel erklommen. Zuletzt war er im August im Elbrus Gebirge und hat dort die zwei höchsten Gipfel (Westgipfel 5642m, Ostgipfel 5621m) erfolgreich gemeistert. Aktuell ist er auf dem Weg nach Nepal, um im Himalaya zwei 6.000 Gipfel zu erklimmen. Kommen Sie mit ihm in die Berge und verfolgen seine Tour hier: hochhinaus.fz-borstel.de

Neue Leitung am Nationalen Referenzzentrum für Mykobakterien (NRZ)

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat Herrn PD Dr. med. Florian Maurer als neuen Leiter des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für Mykobakterien berufen. Dr. Maurer ist bereits seit 2018 als ärztlicher Leiter am NRZ für Mykobakterien tätig und tritt nun die Nachfolge von Dr. Kranzer an. „Die Leiter des NRZ sind ein Aushängeschild für das Forschungszentrum Borstel. So auch PD Dr. Maurer, der jetzt neu bestellt wurde,“ erläutert Prof. Stefan Ehlers, Zentrumsdirektor des Forschungszentrums Borstel. „Er hat langjährige Erfahrungen in der Tuberkulosediagnostik des Nationalen Referenzzentrums in der Schweiz und ist ausgewiesener Experte für Antibiotikaresistenzen und die zunehmenden Erkrankungen durch sogenannte "atypische" Mykobakterien. Zusammen mit Prof. Niemann mit dessen Expertise für molekulare Epidemiologie wird damit die Kompetenz des NRZ für viele weitere Jahre international herausragend sein.“

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Prof. Dr. Sven Perner zum Fellow of The Royal College of Pathologists ernannt

Prof. Dr. Sven Perner, Direktor der Pathologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck und des Forschungszentrums Borstel, wurde zum Fellow of The Royal College of Pathologists ernannt. Das traditionelle Royal College of Pathologists ist eine wissenschaftliche Vereinigung der Pathologen des Vereinigten Königreiches (UK) und hat mittlerweile weltweit über 11.000 Mitglieder. Das College ernennt besonders verdienstvolle Pathologen zum Fellow auf Grundlage ihres Status als international anerkannte Experten auf ihrem Gebiet. Der Fellow vertritt das Fachgebiet auf dem höchsten wissenschaftlichen und diagnostischen Niveau. In einer feierlichen Zeremonie am College in London wurde Prof. Perner der Titel Fellow of the Royal College of Pathologists (FRCPath) verliehen.

 

Management der Antibiotika-resistenten Tuberkulose

Antibiotika-resistente Mikroorganismen erschweren die Behandlung vieler Infektionskrankheiten. Auch bei der Tuberkulose steigt er Anteil multiresistenter Erreger weltweit immer weiter an. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift THE LANCET berichten Professor Christoph Lange und Dr. Dumitru Chesov aus dem Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum gemeinsam mit einem Team internationaler Experten über neue Diagnose- und Behandlungsstrategien für das Management der multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB), um Behandlungsergebnisse für die Patienten zu verbessern.

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Entzündliche Erkrankungen: Neuer Antikörper mit therapeutischem Potential entwickelt

Die Interleukine IL-1α und IL-1β binden an den IL-1-Rezeptor, der aus den zwei Untereinheiten IL-1R1 und IL-1R3 (grün) besteht. Dadurch leitet dieser ein Signal ins Zellinnere weiter, das entzündungsfördernde Vorgänge auslöst (Blitz). Entsprechend bindet IL-33 an IL-1R4 und IL-R3. IL-36α, IL-36β und IL-36γ binden jeweils an IL-1R6 und IL-1R3. Der neu entwickelte Antikörper MAB-hR3 blockiert die gemeinsame Untereinheit IL-1-R3 und unterbricht so die Signalkette aller sechs Interleukine. (Abbildung [M]: M. Wegmann, 2019)

Ein internationales Team unter Beteiligung von DZL-Wissenschaftlern des Forschungszentrums Borstel entwickelte und testete einen neuen Antikörper, der gegen entzündliche Erkrankungen eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse ihrer Studie publizierte es jetzt im Fachmagazin Nature Immunology.

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