Press Releases 2022

Nehmen Lungenerkrankungen durch nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM) in der Bevölkerung zu? Wer ist davon betroffen? Welche Arten sind relevant und wie werden betroffene Patienten behandelt?

Der Fortschritt „Evidenz-basierter“ Medizin auf dem Gebiet von Erkrankungen durch nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM) entwickelt sich nur langsam. Das Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum ist der Sitz des Nationalen Referenzzentrums für Mykobakterien. Hier werden unter der Leitung von Professor Florian Maurer mehr als 1500 nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM) aus menschlichen Proben isoliert und angezüchtet und es werden Resistenzen gegenüber Antibiotika ermittelt. Gemeinsam mit dem Ärzteteam des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung um Professor Christoph Lange, der federführend in diesem Jahr die Internationalen Leitlinien für Lungenerkrankungen durch seltene NTMs mit verfasst hat, führt das Team aus Borstel jährlich >500 Konsile für ärztliche Kollegen durch, die um Rat für die Behandlung Ihrer Patient*innen nachfragen (TBinfo: 04537 188 0).

Um sich mit den Ärzten aus den Kliniken, Praxen und Gesundheitsämtern persönlich auszutauschen, gestaltete das Forschungszentrum Borstel am 06. und 07. Mai den NTM-Kongress 2022 in Hamburg. Erstmals nach der COVID-19 Pandemie gab es wieder Gelegenheit, sich persönlich auszutauschen. Mehr als 70 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden kamen nach Hamburg, um die neuste Entwicklungen zur Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Erkrankungen durch NTM kennen zu lernen.

„Wir sind sehr dankbar für die exzellenten Vorträge unserer Referenten, die lebhafte Diskussionen und die aktive Mitarbeit der Kongressteilnehmer. Ich glaube, wir alle haben in diesen zwei Tagen etwas dazu gelernt“, berichtet Lange zufrieden. „Alle im Publikum haben beigetragen, dass es ein richtig toller Kongress wurde“, ergänzt Maurer.

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