Pressemitteilungen 2019

Management der Antibiotika-resistenten Tuberkulose

Antibiotika-resistente Mikroorganismen erschweren die Behandlung vieler Infektionskrankheiten. Auch bei der Tuberkulose steigt er Anteil multiresistenter Erreger weltweit immer weiter an. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift THE LANCET berichten Professor Christoph Lange und Dr. Dumitru Chesov aus dem Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum gemeinsam mit einem Team internationaler Experten über neue Diagnose- und Behandlungsstrategien für das Management der multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB), um Behandlungsergebnisse für die Patienten zu verbessern.

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Entzündliche Erkrankungen: Neuer Antikörper mit therapeutischem Potential entwickelt

Die Interleukine IL-1α und IL-1β binden an den IL-1-Rezeptor, der aus den zwei Untereinheiten IL-1R1 und IL-1R3 (grün) besteht. Dadurch leitet dieser ein Signal ins Zellinnere weiter, das entzündungsfördernde Vorgänge auslöst (Blitz). Entsprechend bindet IL-33 an IL-1R4 und IL-R3. IL-36α, IL-36β und IL-36γ binden jeweils an IL-1R6 und IL-1R3. Der neu entwickelte Antikörper MAB-hR3 blockiert die gemeinsame Untereinheit IL-1-R3 und unterbricht so die Signalkette aller sechs Interleukine. (Abbildung [M]: M. Wegmann, 2019)

Ein internationales Team unter Beteiligung von DZL-Wissenschaftlern des Forschungszentrums Borstel entwickelte und testete einen neuen Antikörper, der gegen entzündliche Erkrankungen eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse ihrer Studie publizierte es jetzt im Fachmagazin Nature Immunology.

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Dank Borsteler Unterstützung: Mosambik verfügt erstmals über moderne DNA-Sequenziertechnologien zum Nachweis von Antibiotikaresistenzen bei Tuberkuloseerregern

Im Juli reiste ein Team des Forschungszentrums Borstel unter der Leitung von Prof. Stefan Niemann nach Maputo (Mosambik). Gemeinsam mit den Partnern des Nationalen Gesundheitsinstituts (INS) sollte vor Ort eine moderne DNA-Sequenziertechnologie zur Analyse von Resistenzgenen bei dem Tuberkuloseerreger Mycobacterium tuberculosis etabliert und in Betrieb genommen werden.

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Wir trauern um unseren Kollegen

Dr. rer. nat. Klaus-Jürgen Schaper

1942-2019

Wissenschaftler und Projektleiter am Forschungszentrum Borstel im Ruhestand.

Dr. Schaper hat sich über viele Jahre der Infektionsforschung, insbesondere der Wirkstoffforschung und chemischen Optimierung antibiotisch wirksamer Substanzen gewidmet. So konnte er gemeinsam mit Kollegen einen besonders potenten Hemmstoff der Folat-Synthese und -Reduktase darstellen und dessen hemmendes Potential auf die Vermehrung des Malaria-Erregers beschreiben.

Dr. Schaper bleibt in Erinnerung durch seine ganz eigene Mischung aus Kreativität, Besonnenheit und dezentem Humor.

Wir nehmen Abschied.

Forschungszentrum Borstel - Leibniz Lungenzentrum

Neue Empfehlungen zum Management der multiresistenten Tuberkulose

Antibiotikaresistenz von krankheitserregenden Mikroorganismen wird zu einem zunehmenden Problem. Die Diagnostik wird schwieriger, die Medikamente werden teurer und die Behandlungserfolge sinken. Für eine armutsassoziierte Erkrankung, wie die Tuberkulose, die häufigste zum Tod führende Infektionskrankheit weltweit, ist die Entwicklung multiresistenter Stämme der Tuberkulosebakterien vor allem für die Patienten in weniger wohlhabenden Länder bedrohlich.

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