Pressemitteilungen 2016

Hoffnung für die Therapie der Tuberkulose!

Geringe Resistenzbildung gegen die vierte Generation der Fluorchinolone.

Mit geschätzten 9,6 Millionen neuer Tuberkulosefälle und 1,5 Mio. Toten in 2014 stellt die Tuberkulose (TB) gemeinsam mit HIV weiterhin ein massives globales Gesundheitsproblem dar. Zusätzlich treten in verschiedenen Regionen der Welt vermehrt Antibiotika- mehrfachresistente und – extremresistente Formen der TB-Bakterien auf. Um den weltweiten Fortschritt in der Kontrolle der TB zu beschleunigen, bedarf es dringend neuer Medikamente und einfach anwendbarer, kürzerer Therapiemaßnahmen.

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Bakterielle RNA kann vor Allergien schützen

Seit längerem ist bekannt, dass Kinder, die auf traditionell geführten Bauernhöfen aufwachsen, im späteren Leben weniger an Allergien und Asthma erkranken („Bauernhofeffekt“). Ein wesentlicher Grund dafür ist die frühkindliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Kuhstallbakterien. In der Forschungsgruppe Angeborene Immunität von Prof. Holger Heine wird seit einiger Zeit erforscht, welche bakteriellen Moleküle für diese Effekte wichtig sind und über welche Rezeptoren und Signalwege diese in humanen dendritischen Zellen, die eine herausragende Rolle bei dieser Allergieprotektion spielen, erkannt werden.

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Prof. Dr. Johannes Gerdes

Nichts ist gewisser als der Tod, nichts ist ungewisser als seine Stunde (Anselm von Canterbury)

Das Forschungszentrum Borstel trauert um

Prof. Dr. Johannes Gerdes.

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Delegation des Bundesministeriums für Gesundheit zu Gast am FZB

Die Tuberkulose  ist weltweit noch immer die bakterielle Infektionskrankheit mit der höchsten Morbidität und Mortalität . Für Europa stellen sich hochvirulente Stämme, die vielfach resistent gegen alle Erstrangmedikamente (multi- / extensiv-resistenter (M/XDR) sind, eine besondere Bedrohung dar. In den Rand- und Nachbargebieten der EU liegt bereits heute die Rate der Neuinfektionen mit MDR-Stämmen zwischen 15% und 50%. Freizügiger Reiseverkehr innerhalb Europas gepaart mit der derzeitigen Flüchtlingssituation wird die Inzidenz M/XDR-bedingter Tuberkulosen auch in Deutschland erhöhen: so stieg die Zahl der an MDR-TB erkrankten Personen zwischen 2012 und 2014 von 65, auf 101 bzw 89 Fälle an
Angesichts der Bedeutung anderer Infektionskrankheiten in Deutschland ist dies zweifellos noch nicht bedrohlich, erfordert aber erhöhte Wachsamkeit und die Vorhaltung

  1. molekularer Frühwarnsysteme, um die Ausbreitung resistenter TB-Erregers zu verhindern,
  2. Kapazitäten zur Entwicklung, Erforschung und Validierung neuer Therapieformen, Wirkstoffe oder Darreichungsformen, die auch gegen mehrfach resistente Erreger wirksam sind
  3. klinische und labortechnische Trainingsmodule für Ärzte und Gesundheitsämter um das Wissen über modernste Diagnostik, Therapie und Prävention der Lungentuberkulose bedarfsgerecht zu verbreiten.

14 Biolaboranten bestanden ihre vorzeitige Prüfung

Frisch gebackene Biolaboranten mit guten Aussichten für die Zukunft bestanden nach nur dreijähriger Ausbildung vorzeitig ihre Prüfungen und erhielten im Gartensaal des Herrenhauses in Borstel ihre Zeugnisse.

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